39. Jahrestagung, Gesellschaft für
              Informatik e.V. (GI), München

Zweiter Workshop für Mobiles Spielen (Mobile Gaming '09)

 [ in English ] 

.: 2. Workshop für Mobiles Spielen (Mobile Gaming '09) :.

Ort und Zeit

Der Workshop findet im Rahmen der 39. Jahrestagung der Gesellschaft für Informatik am 29.09.2009 von 9h00 bis 17h30 in Raum AM4 an der Universität Lübeck statt.

Motivation für den Workshop

Mobile Spiele basieren auf der physischen Bewegung von Spielern in einer Spielwelt, in der die reale Welt mit virtuellen Dimensionen verbunden ist. Sie verbinden zwei Spieltraditionen, die sich bislang ausgeschlossen haben: klassische Spiele im Freien und Computerspiele.

Die Vorgeschichte dieser Spiele begann in den 80ern mit der tragbaren Spielkonsole von Nintendo und der Spielserie „Game & Watch“. In den 90ern eroberte die Gameboy-Konsole mit auswechselbaren Cartridges den Markt. Gegen Ende der 90er öffneten die Japaner mit dem I-Mode Netzwerk die Tür für Handyspiele, die das Internet nutzen. Damit endet die Vorgeschichte, die durch Miniatur-Computerspiele auf dem Handy gekennzeichnet ist und es beginnt die Geschichte der mobilen Spiele im heutigen Sinne. Am 1. Mai 2000 ließ die US-Regierung die GPS-Störsender des amerikanischen Militärs abschalten. Dies gab den Anlass, Geocaching zu initiieren, das erste ortsbasierte mobile Spiel. 2003 führte Nokia das N-Gage, ein Smart-Phone mit eingebauter Spielkonsole ein. Damit wurden Gruppenspiele möglich, die via GPRS mit einem Gameserver verbunden sind. Gleichzeitig unterstützte die Bluetooth-Funktionalität des Smart-Phones auch Gruppenspiele im Nahbereich. Parallel zu dieser Entwicklung begannen weltweit Forschungsprojekte, die unter Nutzung von Positionierungstechnologien ortsbasierte und kontextsensitive Spiele entwickelten und untersuchten. Sie trieben die mobilen Spiele im heutigen Sinne voran, Spiele, die auf der physischen Bewegung in einer gemischten Spielwelt basieren.

Mobile Spiele sind nicht nur Spiele des 21. Jahrhunderts, sie nutzen auch Technologien des 21. Jahrhunderts. Sie verbinden mobile Technologien mit pervasiven Technologien: kleine, tragbare und unterwegs nutzbare Rechner werden mit Modellen ihrer Umgebung und Sensoren ausgestattet und können auf den Kontext und auf Rechner in ihrer Nähe reagieren. Mobile Spiele gehören damit, technologisch gesehen, in den Bereich des Ubiquitous Computing.

Gleichzeitig sind sie Spiele im ganz traditionellen Sinn. Seit seinen Anfängen spielt der Mensch. Spielen gehört zum Leben dazu wie Essen, Atmen oder Schlafen. Der „Homo Sapiens“ ist immer schon auch ein „Homo Ludens“ gewesen. Im Spiel erprobt man sich im sonst Unmöglichen. Mit Spielregeln setzt man sich freiwillig künstliche Grenzen, um darin die natürlichen Grenzen der Realität fantasievoll zu überschreiten. Über den Zeitvertreib hinaus spiegeln Spiele aber auch die reale Welt wieder, erprobt man spielerisch das Leben. Im Laufe der Jahrhunderte entwickelte sich das Spiel weiter mit den intellektuellen und technischen Möglichkeiten, die sich dem Menschen boten.

Adressatenkreis

Der Workshop richtet sich zunächst an Anwender, Entwickler, Entscheidungsträger und Wissenschaftler im Bereich der Forschung und Entwicklung von mobilen Spielen sowie an Forscher, die an kreativen und innovativen Anwendungen für Pervasive und Ubiquitous Computing Interesse haben. Darüber hinaus sollen mit dem Workshop aber auch Personen außerhalb der Informatik angesprochen werden, die sich durch die technischen Möglichkeiten des Pervasive und Ubiquitous Computing faszinieren und inspirieren lassen und so für Ihre Ideen einen neuen Entwicklungsraum entdecken.

Mailingliste

Für Informationen zum Thema Mobile Gaming und Hinweise zu diesem und weiteren Workshops haben wir eine Mailingliste eingerichtet.

Vorausgegangene Veranstaltungen