38. Jahrestagung, Gesellschaft für
		      Informatik e.V. (GI), München

Workshop für Mobiles Spielen (Mobile Gaming '08)

 [ in English ] 

.: Ziele und Fragen :.

Mobile Spiele eröffnen weit reichende Forschungs- und Entwicklungsmöglichkeiten in konzeptioneller, ästhetischer und technischer Hinsicht.

Weltweit nutzen Informatiker die Leidenschaft, Energie und den Erfindergeist von mobilen Spielern, um Benutzerschnittstellen, Infrastrukturen und Designkonzepte zu testen und neue Technologien voranzutreiben. Da im Spiel "alles" möglich ist, bietet sich hier der wissenschaftlichen Forschung ein im Wortsinn einmaliges Spielfeld zur Erprobung von Ideen und Technologien.

Das Spieldesign steht vor neuen Herausforderungen. Bisher werden nur in wenigen Spielen die Möglichkeiten ausgelotet, die Augment and Mixed Reality, globale Vernetzung, Lokalisierung und vielfältige Sensorik bieten. Theorie und Methode der Untersuchung des Spielerlebens in mobilen Spielen stecken noch in den Anfängen. Was heißt Mobilität, was körperliche Bewegung in gemischten Spielwelten? Wie lässt sich das Erleben von mobilen Spielern untersuchen, die sich im Feld verteilt bewegen? Welche Rolle spielen Spielergemeinschaften und Kulturen für mobile Spiele?

Entwicklung und Design mobiler Spiele konfrontiert uns mit zentralen Herausforderungen des Ubiquitous Computing, der Komplexität mobiler, verteilter Systeme, der Dynamik und den sich verändernden Kontexten, der Diversität der Akteure, die diese Technologie nutzen, und den Themen der Interaktion jenseits des Schreibtischs, die den ganzen Körper, vielfältige Sinne und Modalitäten umfasst. Die enorme Diversifikation der Hardware und Software muss überbrückt werden, damit Spieler mit unterschiedlichen Geräten gemeinsam agieren können. Die sich schnell entwickelnde Vielfalt an Sensoren und Benutzungsschnittstellen stellt ebenfalls eine Herausforderung dar und verlangt nach flexiblen Frameworks, die eine leichte Integration unterstützen.

Dieser Workshop leistet einen Beitrag dazu, dass das Forschungs- und Entwicklungspotential mobiler Spiele auch im deutschen Wissenschafts- und Wirtschaftsraum stärker wahrgenommen wird. Forscher und Entwickler können auf diesem Gebiet ihre Erfahrungen austauschen, gemeinsam weitergehende Forschungsfragen und Innovationspotenziale identifizieren und nach Wegen suchen, wie sich auch im deutschsprachigen Raum die Rahmenbedingungen für Forschungen auf diesem Gebiet nutzen und verbessern lassen.